Gemeinde mit Gütesiegel

IHK zertifiziert Einhausen als "ausgezeichneten Wohnort für Fach- und Führungskräfte"

Einhausen hat sich zum ersten Mal durch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt Rhein Main Neckar auditieren lassen. Im Auditverfahren wird das Leistungsangebot und Serviceverhalten für Neubürger von Kommunen in der Region Frankfurt Rhein Main in sechs Handlungsfeldern überprüft. Die besonderen Stärken der Gemeinde liegen in den Handlungsfeldern: „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“, „Zuzug leicht gemacht“ sowie „Kultur und Freizeit“.

Tatjana Steinbrenner, Vizepräsidentin der IHK Darmstadt, überreichte die Urkunde  an Bürgermeister Helmut Glanzner.  „Einhausen, eine Gemeinde in unmittelbarer Nähe zu Lorsch und Bensheim, kann sich durchaus an den ‚großen Nachbarn‘ messen lassen“, sagte Steinbrenner bei der Übergabe. “Denn auch Einhausen verfügt über ein vielfältiges und leistungsstarkes Angebot für die Bürger und Neubürger in der Gemeinde“, so Steinbrenner weiter.  Einhausen ist die 44. Kommune, welche die Auszeichnung in Frankfurt Rhein Main erhält und die elfte in Südhessen. Die Gemeinde kann bis 2019 mit der Auszeichnung für sich werben.

Damit Südhessen einer der stärksten Wirtschaftsstandorte in Deutschland bleibt, hat die IHK zusammen mit Unternehmen und den Pilotkommunen Bensheim sowie Groß-Gerau das Audit geschaffen. „Das Audit ist ein strategisches Instrument für die Kommunen, erklärte Tatjana Steinbrenner, der Fokus liegt dabei aber nicht nur auf Neubürgern, die durch das Audit überprüften Leistungen sind vorteilhaft für alle Bürger der Gemeinde.“

„Im Rahmen der Auditierung von Einhausen sind uns insbesondere die überdurchschnittlichen  Angebote der Kinderbetreuung, die Leistungen für Senioren und das Bürgerbüro aufgefallen“ sagte die IHK-Vizepräsidentin. Die flexible und modulare Kinderbetreuung, mit der Möglichkeit zu variablen Stundenzukäufen und  der Abrechnung der Mittagsverpflegung nach individueller Inanspruchnahme, bietet berufstätigen Eltern herausragende Angebote. Damit Neubürger sich schnell in Einhausen zurechtfinden, ist das Bürgerbüro die zentrale Anlaufstelle. „Die kundenfreundlichen und serviceorientierten Öffnungszeiten, mit zwei Samstagen im Monat und der Möglichkeit zur individuellen Terminabsprache, bewerten wir sehr positiv“, fasste Steinbrenner zusammen.

Investitionen in die Zukunft

Bürgermeister Helmut Glanzner freute sich über die Auszeichnung: „Das ist für Einhausen ein großartiger Erfolg. Darauf sind wir stolz. Erneut wird unser hervorragendes Kinderbetreuungsangebot hervorgehoben. Die positive Entwicklung nimmt weitere Formen an. Wir bieten unseren Bürgerinnen und Bürgern eine hohe Lebensqualität und ein aktives Vereinsleben. Mit dem Hallenbad haben wir für alle Generationen eine heute nicht mehr alltägliche Bademöglichkeit“, so Glanzner. Und blickte in die nahe Zukunft: „Mit der maßvollen Ausweisung von Wohngebieten bedienen wir strategisch die Wohnraumnachfrage. Die Mehrzweckhalle im Ortsmittelpunkt wollen wir dem gestiegenen Bedarf angemessen erweitern. Das ist  ebenso eine Investition in die Zukunft.“ Die Zusammenarbeit mit der IHK im Rahmen des Audits verlief für ihn sehr positiv. „Uns wurden notwendige Projekte aufgezeigt, dafür sind zielführende Maßnahmen erforderlich. Auch Anregungen für die Verwaltung haben wir erhalten, die wir jetzt engagiert angehen werden. Mit der Auszeichnung wird Einhausen an Attraktivität gewinnen“, so der Bürgermeister.

Hintergrund: Gütezeichen „Ausgezeichneter Wohnort“ 

Das Audit „Ausgezeichneter Wohnort für Fach- und Führungskräfte“ ist eine Initiative des IHK-Forums Rhein-Main. Alle Kommunen in der Region Frankfurt Rhein Main können sich bei ihrer Industrie- und Handelskammer für die Auszeichnung bewerben. Insgesamt 30 Kriterien in sechs sogenannten Handlungsfeldern werden bei der Zertifizierung abgefragt. Sie lauten „Strategische Zielsetzung“, „Zuzug leicht gemacht“, „Beruf und Familie“, „Ausländische Fach- und Führungskräfte“, „Kultur und Freizeit“, „Harte Standortfaktoren“. Für jedes Kriterium, das eine Kommune erfüllt, werden – je nach Gewichtung des Kriteriums – ein bis drei Punkte vergeben. Maximal kann eine Kommune 101 Punkte erreichen. Um das Zertifikat zu erlangen, muss sie mindestens 71 Punkte bekommen. Außerdem gibt es Sonderpunkte für außergewöhnliche Angebote oder Dienstleistungen, welche die Attraktivität des Wohnorts für Fach- und Führungskräfte steigern. Diese werden zur Gesamtpunktzahl addiert und können das Gesamtergebnis nur verbessern. Darüber hinaus sollen für jedes der sechs Handlungsfelder Entwicklungsziele vereinbart werden, die bis zur nächsten Zertifizierung erfüllt werden müssen.

Mittlerweile tragen 44 Kommunen in Frankfurt Rhein Main das Qualitätszeichen „Ausgezeichneter Wohnort für Fach- und Führungskräfte“. Eine vollständige Liste und weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.ausgezeichneter-wohnort.de

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