Seniorenbeirat zeichnet Geschäfte aus

Der Kreisseniorenbeirat Bergstraße  hat zwei Einhäuser Geschäfte ausgezeichnet. Der Kreisseniorenbeirat hat eine Aktion gestartet, die landesweit ihresgleichen sucht. Es geht dabei um die seniorenfreundliche Ausstattung von Einzelhandelsgeschäften, Apotheken, Banken und Gaststätten.

Wer die Kriterien erfüllt, wird mit einem Zertifikat ausgezeichnet und darf für den Kunden deutlich sichtbar am Ladeneingang eine Plakette mit dem Aufdruck „Seniorenfreundlich – empfohlen vom Kreisseniorenbeirat Bergstraße" anbringen.Um dem Zufallsprinzip vorzubeugen, will der Kreisseniorenbeirat Wirtschaftsverbände und Gewerbevereine in die Entscheidung mit einbeziehen. Betriebe können sich bei der Geschäftsstelle des Kreisseniorenbeirats melden.

Großzügig mit der Schöpfkelle ausgeteilt werden die Auszeichnungen nicht. Dafür spricht auch die begrenzte Zahl von 500 Plaketten – im Kreismaßstab betrachtet, ist das nicht viel. Gleichwohl wird die Arbeitsgruppe berücksichtigen, dass in kleineren, räumlich eingeschränkten Geschäften nicht die gleichen strengen Maßstäbe angelegt werden können wie in größeren Häusern. Zeichnet sich das Personal durch besondere Freundlichkeit aus, ist dies nach Einschätzung des Beirates auch "seniorenfreundlich".

Pluspunkte sammelt, wer zwischen Regalen und Kleiderständern genügend Platz für Rollstuhlfahrer oder für Omas und Opas lässt, die mit dem Enkel im Kinderwagen auf Shoppingtour gehen. Schnell erreichbare Toiletten sind im Forderungskatalog des Kreisseniorenbeirats ebenso obligatorisch wie genügend Sitzgelegenheiten. Wünschenswert wären gut lesbare und in verständlichen Deutsch geschriebene Preis- und Warenschilder. Wer von den älteren Kunden weiß schon, dass mit der Aufschrift „Sale" ein Sonderangebot gemeint ist?